Der neue Fürst heißt Baltes

         Der angehende Spätburgunderstar neben dem Fürst heißt Baltes. Zu Würzburg am Stein und zu Klingenberg am Main wächst in Franken der beste Wein. Seit 2010 hat Benedikt Baltes, gemeinsam mit seinem chinesischen Finanzpartner, die 13ha in seine Obhut genommen und führt mit sicherer Hand die Geschäfte in Churfranken. Neben dem Wissen, was er sich an der Ahr beim bekannten Adeneuer und in mehreren Auslandsstationen angeeignet hat, besitzt er die notwendige Gelassenheit das bekannte Potenzial der Klingenberger Steillagen langfristig auf eine Spätburgunderhochburg zu führen.

 

I     Fast alle Rebstöcke befinden sich in Steillagen aus Buntsandstein, welche die Handlese notwendig macht. Qualitätskriterien sind geringe Erträge von etwa 40-50 hl/ha, lange Maischestandzeiten, Fassreife in heimischer Eiche und traditionelle spontane Vergärung. Derzeit werden zu 65% Spätburgunder und 15% Portugieser und Rest Weißwein angebaut. Mit Stefan Schuster, seinem Verkaufschef, ebenso Absolvent des WSET II- Ass. Sommelierkurses, treffen wir uns im umfunktionierten Verkostungsraum, wo zur Lesezeit die frisch geernteten Trauben zwischengelagert sind.

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2r Der 2013er Spätburgunder offeriert schon feine Kirschnoten mit kühlem Nachhall. Mit dem 2012 SB "R" werden die mineralischen und kräuterigen Töne noch intensiver. Gigantisch präsentiert sich diese kühle mineralische Frucht mit starkem Abgang im 2011 er GG Schlossberg, was auch dem Preis von 59,-- gerecht wird. Dass hier nicht der Zufall regiert, sondern akribische harte Arbeit und tägliches auseinandersetzen mit der Natur und deren Herausforderungen, wird mir bei der Lese und anstehenden Kellerarbeit deutlich.