Rieslinge von Beurer

Das Remstal bei Waiblingen ist geprägt durch seine Weinlandschaft, in der sich Gipskeuper mit Schilfsandstein und ganz oben Kiesel- und Buntsandstein abwechseln.

 

Hier im VDP-Weingut Beurer in Kernen-Stetten i.R. mit 10 ha werden etwa 60% weiß und 40% Rotwein angebaut.  Seit 1997 ist Jochen Beurer aus der Winzergenossenschaft ausgetreten und hat seinen Betrieb ab 2003 auf ökologischen  Ausbau mit Spontanvergärung umgestellt.  Der Mut und Spaß wurde belohnt, denn seine Rieslinge spiegeln durch die typische Hefeflora auch die mineralische Bodencharakteristik wider.  Seine Weine sind seit 2012 Demeter zertifiziert. 

 

Mangels Zeit haben wir nur die Rieslinge verkostet.  Jochen mußte für den Abendevent Musik und Wein vorbereiten. Doch der Freude hat dies nichts angetan, da er uns sein ganzes Repertoire an göttlichen Rieslingen kredenzte. 

Gleich zum Start gab es den frisch auf die Flasche gezogenen Gutswein 2015, der Zitrusfrische und noch etwas Hefeduft von der Lagerung im Stahltank zeigte, aber schon die würzigen Noten zeigte. Darauf folgten die 2014er Ortsweine vom Gipskeuper (feiner Säure und erdig mineralischer Würze) und die beiden Rieslinge vom Kieselsandstein und Schilfsandstein (sehr angenehmer Säure und langem Abgang).

 

Den klaren Höhepunkt der Verkostung bildeten die Erste Lagenweine Stettener Häder 2014 Jungesschwaben und Stettener Pulvermächer Großes Gewächs. Diese beiden Top-Rieslinge überzeugten durch feine vielschichtige Säure und würzige Fruchtnoten mit beachtlicher Länge und Kraft. Sein Motto kontrolliertes Nichtstun, was bei einem Schwaben eher sinnvoller Arbeitseinsatz im Weinberg und dadurch wenig Kellerarbeit bedeutet, bringt herausragende Rieslinge zustande.

 

Ab Weingut beginnen die Preise für den Gutswein mit 8,-- und enden beim GG mit 35,--.  

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