Baden meets Burgund- eine Hochburg in Malterdingen beim Huber

Seit über 30 Jahren werden hier im beschaulichen Malterdingen Weinklone aus dem Burgund eingesetzt und der Erfolg und die Authentizität der geschaffenen Pinots zeigt, wie gut hier Bernhard Huber gearbeitet hat. Rein geografisch befinden wir uns etwa 250 km Luftlinie östlicher und 1 Breitengrad nördlicher als Dijon, was klimatisch auf ähnliche Bedingungen bis auf die höhere jährlichen Regenmenge schließen läßt. 

 

In den 80er Jahren fand Bernhard Huber Nachweise über 700 Jahren alten Weinanbau von Spätburgunder in seinem elterlichen Gut. Im Mittelalter wurde er "Malterdinger" genannt und durch Zisterziensermönche aus dem Nachbarort Tennenbach angebaut. Da hier ähnliche Bodenbeschaffenheit wie in den besten Burgunderlagen der Cote de Nuits wie Gevrey-Chambertin herrschten, war dies sein Antrieb ähnlich perfekte Pinot herzustellen und bis zu seinem frühen Tod in 2014 führte er das Weingut erfolgreich zum deutschen Aushängeschild. Seither führen seine Frau Barbara und vor allem sein Sohn Julian die 30 ha feinster Rebflächen in Vaters Sinne weiter. Reicht sein Önologiestudium in Geisenheim und die etwa 2 jährige intensive Einarbeitung nach Bekanntwerden der Krebskrankheit des ehemaligen Burgunderkönigs, um das hohe Niveau dauerhaft weiter zu führen ? Bisher ist er auf dem richtigen Weg und hat auch bereits neue Chardonnays gepflanzt, um das qualitative Streben weiter zu führen.

Das Weingut ist zu 70% mit Pinot, 10% Chardonnay und der Rest Weiß- und Grauburgunder, Auxerrois, Müller-Thurgau und Muskateller bepflanzt. 

 

Die besten Lagen sind der Hecklinger Schlossberg und der Bienenberg. Beide Lagen bestehen aus Muschelkalk mit eisen- und kalkhaltiger Auflage, welche genau diese Diva Spätburgunder liebt. Sie verleihen die frische vielschichtige Würze für diese Leckergetränke. 

 

Bei unserem Besuch im Juli waren die Spätburgunder GGs aus 2013 mit 18-24 monatiger Fasslage schon ausverkauft und wir begnügten uns mit Malterdinger SB und Alte Reben SB, welche mit 20-40 Jahre alten Anlagen, ebenso schöne feine Mineralität mit Brombeer und Kirschnoten zeigen. Auch der Bienenberg Weisser Burgunder hatte es uns mit seinen Zitrusfrucht- und reifem Kernobst angetan. Wir kommen wieder!

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