Weigandsche Stilistik aus Iphofen

Wild und naturnah so sehen Andi Weigands Weinberge, wie hier im Iphöfer Kalb, aus. Genau so schmecken seine Weine auch. Klare frische unkonventionelle eigene Stilistik so präsentiert  dieser Jungwinzer sein Sortiment.

Seit 2013 nach dem Weinstudium in Geisenheim hat er  den elterlichen Betrieb übernommen und die Ausrichtung weiter auf biologischen Ausbau mit Handlese vorgenommen. 

 

Man spürt in seinen Weinen die Kraft und die Frische der Reben, welche sich nur durch spontane wilde Vergärung  und anschließender Maischegärung erzeugen läßt. Nach der Extraktion im großen Bottich, erfolgt die schondene Pressung und Reifung zumeist im Stahltank. Keinerlei Zusätze und möglichst geringe Eingriffe verhelfen so zu niedrigem Alkoholwert von etwa 12 % und trockenem Ausbau. 

Ganz deutlich wird seine individuelle Stilistik bei der sonst sehr aromatischen Scheurebe. Hier findet man einen kühlen Wein mit feiner zarten Blütenaromatik und exotischem Hauch. Er wirkt schlank und frisch, statt des sonst so typischen lieblichen fast aufdringlichen Ausbaus.

 

Dass er auch mit Restzucker und der Bandbreite des Rieslings umgehen kann, zeigt sein halbtrockener der Wilde Riesling. Ein Gedicht von feinem säurebetonten und animierendem Getränk.

 

Ich bin sehr gespannt, was die weitere Entwicklung mit Einzug der Holzfässer bringen wird und inwiefern sich diese Weigandsche Stilistik weiterentwicklen wird. Es verspricht viel, denn auch das Etikett zeigt die klare Schrift des Winzers mit hohem Wiedererkennungswert.