Chardonnay:

Wird weltweit mit über 200.000 ha angebaut und ist aufgrund seiner hohen Anpassungsfähigkeit an die örtlichen Gegebenheiten so populär. Kaum eine Traube hat ein solch breites Geschmacksspektrum von feiner Säure (Zitrus, grünem Apfel) bis zu cremiger Weichheit wie Butter oder Blütennoten ist jegliche Stilistik möglich. Zusätzlich kann der Winzer auch noch leicht Faßnoten und Eichenholzgeschmack integrieren. 

 

Die goldgelbe Rebe gedeiht sehr gut auf kalkreichen trockenen Böden wie im Burgund (Cote d'Or) bei Mersault, Puligny-Montrachet oder Chablis, wo sie ertragsreduziert Spitzenqualität aufweisen. Aber auch in Kalifornien findet der Chardonnay großen Anklang. Im Champagner ist er neben dem Pinot Noir und dem Pinot Meunier (Frühburgunder) die wichtigste weiße Rebsorte.

 

Bei der Art der Weinbereitung hat der Kellermeister neben dem biologischen Säureabbau, der die scharfe Apfelsäure in weiche Milchsäure abbaut auch noch die Battonage als Hilfsmittel. Durch das Aufrühren des Hefesatzes im Faß (Battonage) stärkt er den Einfluß auf die Art der zu erzielenden Stilistik. Früher galt es als modern, oft aufzurühren und dadurch einen cremigen weichen Chardonnay mit Sahne, Nuss- und Mandelaromen zu präsentieren.  Heute werden immer öfter Chardonnays gefragt, die neben den sortentypischen Hefenoten feine mineralische Säure und Frische ausstrahlen.