Riesling:

Der Riesling ist, wie der Spätburgunder, stark von dem Klima, Boden und der Exposition abhängig. In Deutschland wird mit 23.000ha Rebfläche fast 50% der weltweiten Rieslinge angebaut. Weltbekannt sind die Moselrieslinge von den berühmten Steillagen um Bernkastel. Hohe Qualitäten liefern auch das Rheingau sowie die Pfalz und Franken, wo sie meist mehr Säure mitbringen.

 

Sehr populär ist der Riesling auch im Elsaß und in Österreich. Er kann ein breites Aromaprofil von blumig bis mineralisch und von zitrusfruchtig bis honigwürzig aufweisen, was ihn so interessant macht. Da er eine spätreifende Rebsorte ist, gewinnt er in kühlen Nächten und meist steilen Lagen noch an Komplexität und Geschmacksrichtung. Starker Wärmeeintrag und Hitze können eher plumpe Rieslinge hervorbringen, was in Zeiten des Klimawandels das größte Problem ist.

 

Sein hoher Säuregehalt verhilft ihm zu Langlebigkeit und der feste Holzstiel erlaubt Frosteintrag, wobei mit Hilfe der edelfaulen Botrytis sogar Trockenbeerenauslesen und sehr teure edelsüße Eisweine entstehen können.