Syrah/Shiraz:

 

Weltweit kommt sie auf über  180.000 ha Anbaufläche, wobei ein Großteil (70.000 ha) in Frankreich im Rhonetal und Languedoc sowie in Australien, Südafrika und Kalifornien steht. Dort wächst die ertragsreiche und krankheitsresistente Sorte nur gut an windgeschützten Stellen. Sie ist spätaustreibend und spätreif nach Cabernet Sauvignon/Merlot aber vor dem Pinot Noir. Der Boden darf nicht zu fruchtbar sein, da sie sonst zu wässrigen und einfachen Aromen führt. Bei der Ernte muss exakt der Zeitpunkt gefunden werden, da sie sonst zum Säureabbau und Zucker-/Alkoholaufbau verleitet.

 

Genau hier unterscheidet sich die Syrah-Stilistik der nördlichen Rhone von der Shirazrichtung in Übersee. In den Rhonelagen Crozes Hermitage, St.Joseph, Cote Rotie und Cornas strebt man Säurestruktur und Vollmundigkeit an.  

Winzer in Australien oder Kalifornien streben eher wuchtige alkoholstarke Shirazbomben an, wobei es dort bei 40.000 ha Anbau ebenso Ausnahmen gibt. 

 

Zu beachten ist hier, daß an der nördlichen Rhone neben maximal 10% Viognier keine andere Rebsorte dem Syrah kuvettiert wird. Im Languedoc und an der südlichen Rhone insbesondere im Chateauneuf-du-Pape können meist noch andere Rebsorten wie Grenache, Mouvèdre, Carignan u.a. dazu verschnitten werden. 

 

Niedrige Erträge können zu großer Aromatik nach Pflaumen, schwarzem Pfeffer und animalischen Noten verhelfen, wobei immer der Alkoholgehalt zu beachten ist. Aufgrund der großen Anbaufläche findet man auch schon im mittleren Preissegment gute Qualitäten.