Tempranillo:

Die bedeutendste Rebe Spaniens mit über 113.000 ha.  Sie reift früher und schneller aus und deswegen auch in höheren extremeren Lagen wie Ribera del Duero oder Rioja Alta angebaut. Sie wird im Rioja oft mit Grenache/Garnacha verschnitten, da dieser 2 Wochen später reif ist. 

 

Die dickbeerige Schale und schwarz-blauen Trauben sind sehr anpassungsfähig (analog des Chardonnay). Im Stahltank lagernd zeigt sie gute Säurestrukturen und frische Frucht nach Pflaumen. Im Holzfass entwickelt sie schnell die ausladenden Würznoten sowie Tabak und Leder.

 

Aus dem Ribera del Duero Gebiet, welches von Bergen geschützt liegt, stammen dank der kühlen Nachttemperaturen viele Spitzenprodukte. Reinsortig ausgebaut wird er dort als "Tinto fino" bezeichnet. Aufgrund der hohen Nachfrage hat sich die Anbaufläche in den letzten 20 Jahren verdreifacht.

 

Im benachbarten Portugal findet er als "Tinta Roriz" wertvoller Zugang in Portwein und im Douro-Tal werden daraus komplexe vielschichtige Rotweine erzeugt. Ebenso interessante Weine gelingen in der bergigen Beira Region, wo der Fluß Dao dieser sehr alten Weinregion seinen Namen verleiht und Tempranillo als Tinta Aragonez bezeichnet wird.

 

Spanische Weine werden je nach Lagerzeit in Flasche und Faß mit Joven, Crianza (24 Monate), Riserva (36 Monate) und Gran Riserva (60 Monate) etikettiert.